Umweltbewusstsein stärken

Es war uns schon am Beginn der Sanierung unserer gesamten Schule (2000 - 2003) durch das Bundesministerium ein Anliegen, umweltfreundliche und energiesparende Technologien einzusetzen.

Dies konnte vor allem durch eine starke Wärmedämmung der Außenwände und den Einbau gut isolierender Fenster erreicht werden. Leider war es nicht möglich, weitere fortschrittliche Maßnahmen, wie z.B. den Einbau von Solarkollektoren oder Photozellen, die Wärmegewinnung mittels Wärmepumpen aus dem Grundwasser zu setzen.

Daher freut es uns sehr, dass es nun doch gelungen ist, durch die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach des Schoren umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie zu gewinnen. Damit geben wir den SchülerInnen ein Zeichen, dass es heute notwendig ist umzudenken und die Abhängigkeit der Energieerzeugung von fossilen Brennstoffen zu vermindern.

Öffentliche Wirkung

Die Anbringung der Module auf einer Gebäudefront hätte die "Wahrnehmung" durch die Öffentlichkeit entscheidend verbessert. gleichzeitig aber den Wirkungsgrad verringert, da das Gebäude nicht ideal nach Süden ausgerichtet ist. So werden die täglich und die aktuell erzeugte Strommenge auf einem Display im Eingangsbereich und im Internet auf unserer Homepage abzulesen sein.
Außerdem wollen wir zusätzlich zu der mit 170 Modulen sehr großzügig dimensionierten Anlage auf dem Dach in einer "Inselanlage" beim Eingang zur Schule, und zwar in Form eines Springbrunnens, die Umwandlung und Nutzung von Sonnenenergie besonders augenfällig werden lassen. Spielerisch, aber auch ernsthaft in Experimenten sollen hier die Schüler/innen erleben, was uns "die liebe Sonne" beschert, und was wir daraus machen können, wenn wir unser "Köpfchen" einsetzen.

Wirtschaftliche Seite

Wir bedanken uns bei den Vorarlberger Kraftwerken sehr herzlich, die für uns dieses "Sonnenkraftwerk" errichten konnte, indem sie die gewonnene Energie ins öffentliche Netz einspeist. Sie dokumentiert damit ihre verantwortungsvolle Auffassung von nachhaltiger Nutzung der Ressourcen und von Nachhaltigkeit im Bildungswesen, die wir mit ihnen teilen. Es wird an uns liegen, die vorhandenen Möglichkeiten auch über Sponsoring für die Schule noch effektiver zu machen.
Die Kosten für die Errichtung, den Betrieb und die Instandhaltung der Anlage werden aus den Einspeisevergütungen für die in das öffentliche Verteilernetz eingespeisten elektrischen Energie erwirtschaftet. Die BIG stellt das Dach unentgeltlich zur Verfügung.

Netzgekoppelte Anlage

Die netzgekoppelte Anlage wurde in zwei Teilen auf den Flachdächern des Konferenz- und des naturwissenschaftlichen Traktes errichtet. 170 Module mit einer Gesamtleistung von 19,55 kW sind quer liegend mit einer Neigung von 25 Grad auf Modulgestellen fix montiert auf dem Flachdach. Sie sind in mehreren parallel angeordneten, nach Süden ausgerichteten Reihen aufgestellt. Die aus rostfreien Materialien bestehenden Modulgestelle sind nicht fest an das Dach montiert, sondern mit kiesbefüllten Wannen gegen ein Abheben gesichert.

Kleine Versuchsanlage

Im Bereich des Haupteinganges der Schule wird eine Inselanlage (Einzelpaneel) als Teil eines Springbrunnens errichtet. Die in dieser Anlage erzeugte elektrische Energie treibt eine Pumpe an, die in Abhängigkeit vom gerade gewonnen Strom einen höheren oder weniger hohen Wasserstrahl erzeugt. In Versuchen kann durch die Drehung des Solarmoduls dessen Wirkungsweise anschaulich dargestellt werden.

Dornbirn, im Juni 2004

Ansprechpartner:

B.O.RG Dornbirn-Schoren:
Prof. Wolfgang Mähr

VKW Bregenz:
Ing. Martin Schönach

Photovoltaikanlage:
Elektrotechnik Theurer,
Wolfurt

Visualisierung:
Sommer Mess-Systeme,
Koblach

Aktuelle Werte ansehen

Go to top